Was heisst Verwertungsbegehren?

Was heisst Verwertungsbegehren?

Was heisst Verwertungsbegehren?

Verwertungsbegehren stösst der Gläubiger die Verwertung der vom Betreibungsamt gepfändeten beweglichen Vermögensstücke sowie der Forderungen (Art. 116 Abs. 1 SchKG) bzw. 154 SchKG) an.

Was ist ein Pfandausfallschein?

Reicht das Ergebnis einer Faustpfand- oder Grundpfandverwertung nicht aus, um den betreibenden Pfandgläubiger vollständig zu befriedigen, wird ihm ein Pfandausfallschein ausgestellt.

Was ist eine Pfandgesicherte Forderung?

Pfandgesicherte Forderungen sind vor allem im Kreditgeschäft der Banken üblich. So ist der Hypo- thekarkredit ein Bankdarlehen, das mit einem Grundstück als Pfand gesichert ist, und beim Lom- bardkredit haftet ein Wertschriftenportefeuille für die Sicherung des Kredits.

Was ist ein kollokationsplan?

Der Kollokationsplan ordnet sämtliche von den Konkursgläubigern angemeldeten Forderungen zur Festlegung der Befriedigungsreihenfolge nach Konkursklassen ein.

Was ist ein verlustschein?

Mit dem Verlustschein wird dem Gläubiger amtlich bescheinigt, dass er in einem SchKG-Vollstreckungsverfahren ganz oder teilweise zu Verlust gekommen ist. Ein Pfändungsverlustschein wird dem Gläubiger für den ungedeckten Betrag seiner Forderung in einem Pfändungsverfahren ausgestellt (Art. 149 SchKG).

Was kann man mit einem verlustschein machen?

Mit dem Verlustschein wird dem Gläubiger amtlich bescheinigt, dass er in einem SchKG-Vollstreckungsverfahren ganz oder teilweise zu Verlust gekommen ist.

Was bedeutet Betreibung auf Pfandverwertung?

Ist die Forderung der Gläubigerin oder des Gläubigers durch ein Faustpfand oder Grundpfand (Schuldbrief, Grundpfandverschreibung etc.: Art. 37 SchKG) gesichert, kann die Betreibung auf dem Weg der Pfandverwertung durchgeführt werden.

Was bedeutet Grundpfandgesichert?

Das Grundpfandrecht bietet dem Gläubiger Sicherheit für die Kapitalforderung, die Kosten der Betreibung und die Verzugszinse, drei zur Zeit der Konkurseröffnung oder des Pfandverwertungsbegehrens verfallene Jahreszinse und den seit dem letzten Zinstage laufenden Zins.

Was ist der Maximalzinsfuss?

Um nicht bei jeder Zinsänderung die Zustimmung der nachgehenden Grundpfandgläubiger einholen zu müssen, wird oft wird ein Maximalzinsfuss im Grundbuch eingetragen, der nicht mit dem effektiv geschuldeten Zins übereinstimmen muss. Die Erhöhung dieses Zinsfusses bedarf zudem der Form der öffentlichen Beurkundung.

Was ist ein kollokationsplan und Inventar?

Der Kollokationsplan – Worum geht es? Ist über einen Schuldner der Konkurs eröffnet worden, muss die Konkursverwaltung die Konkursmasse feststellen. Sie erstellt zu diesem Zweck ein Inventar. Mittels öffentlicher Bekanntmachung werden die Gläubiger und Schuldner des Konkursiten aufgefordert, sich zu melden (sog.

Was bedeutet Kolloziert?

Als Kollokation (von lateinisch collocatio „Stellung, Anordnung“, als Fachbegriff jedoch von engl. collocation) bezeichnet man in der Linguistik das gehäufte benachbarte Auftreten von Wörtern, wie auch immer ihr gemeinsames Auftreten zunächst begründbar sein mag.

Wie kommt es zu einem Verlustschein?

Wenn ein Gläubiger nach Ablauf einer Pfändung das ihm zustehende Geld nicht erhalten hat, erhält er einen definitiven Verlustschein. Dieser Verlustschein ist unverzinslich und verjährt nach 20 Jahren. Innerhalb dieser 20 Jahre können die Schulden jedoch beim Schuldner eingetrieben werden.

Wann kann der Gläubiger die Verwertung eines Grundpfandes verlangen?

Der Gläubiger kann die Verwertung eines Grundpfandes frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach der Zustellung des Zahlungsbefehls verlangen. Ist Rechtsvorschlag erhoben worden, so stehen diese Fristen zwischen der Einleitung und der Erledigung eines dadurch veranlassten gerichtlichen Verfahrens still.

Wann kann der Gläubiger die Verwertung eines Faustpfandes verlangen?

Der Gläubiger kann die Verwertung eines Faustpfandes frühestens einen Monat und spätestens ein Jahr nach der Zustellung des Zahlungsbefehls verlangen. Der Gläubiger kann die Verwertung eines Grundpfandes frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach der Zustellung des Zahlungsbefehls verlangen.

Wann kann der Gläubiger das Verwertungsbegehren stellen?

Nach Beseitigung eines allfälligen Rechtsvorschlages (allenfalls auch desjenigen des Dritten) und nach unbenützt verstrichener Zahlungsfrist, kann der Gläubiger das Verwertungsbegehren stellen. Dieses Recht steht dem Gläubiger frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach der letzten Zustellung des Zahlungsbefehls zu.

Wie gelten die Ausführungen zur Pfändung?

Die Ausführungen zur Pfändung gelten sinngemäss. Als Pfand gilt das Grundpfand und das Faustpfand. Als Grundpfand gilt die Grundpfandverschreibung, der Schuldbrief, die Grundlast und jegliche Vorzugsrechte sowie das Pfandrecht an der Zugehör eines Grundstücks.